Sonntag, November 29, 2020

Dieseltechnik

  • Bosch Ausrüstung

    boschIn der Rubrik Downloads habe ich ein Prospekt mit

    den Bosch Ausrüstungs Teilen eingefügt.

    Dort sind die Teile mit Ersatzteilnummern aufgeführt

    die in Porsche Traktoren verbaut wurden.

    Viel Spass.

  • Bosch Einspritzduese pruefen

    Einspritzduese pruefen

    Unter Downloads Dieseltechnik habe ich ein neues Dokument Bosch Einspritzduese pruefen eingefügt.

    Dort geht es um den Prüfung und die Wirkungsweise von

    Bosch Einspritzdüsen

    Das Dokument liegt im PDF Format vor.

    Viel Spass.

  • Bosch Einspritzduese und Halter

    einpritzduese

    Unter Downloads Dieseltechnik habe ich ein neues Dokument Bosch Einspritzduese und Halter eingefügt.

    Dort geht es um den Aufbau und die Wirkungsweise von

    Bosch Einspritzdüsen

    Das Dokument liegt im PDF Format vor.

    Viel Spass.

  • Bosch Einspritzpumpe PF..

    pumpe

     

    Unter Downloads Bosch Einspritzpumpe PF.habe ich ein neues Dokument eingefügt.

    Dort geht es um den Aufbau und die Wirkungsweise von

    Bosch PF.. Einspritzpumpen.

    Das Dokument liegt im PDF Format vor.

    Viel Spass.

  • Bosch Pumpe

    Ein Dieselmotor saugt im Ansaugtakt reine Luft (kein Gemisch wie bei einem Ottomotor) an. Die Luft erhitzt sich beim darauffolgendem Verdichtungshub so stark, dass der Dieselkraftstoff, welcher in die heiße, verdichtete Luft eingespritzt wird, sich selbst entzündet. Der Kraftstoff wird durch die Einspritzpumpe dosiert und unter hohem Druck über die Einspritzdüse in den Verbrennungsraum eingespritzt.

    Die Kraftstoffeinspritzung erfolgt.

    • in genaubemessener Menge entsprechend der Motorbelastung
    • zu einem genau festgelegten Zeitpunkt

    Für die Einhaltung dieser Bedingungen sorgen Einspritzpumpe und Drehzahlregler. Die Menge des pro Kolbenhub eingespritzten Kraftstoffs ist etwa proportional dem Drehmoment des Motors.

    Die geförderte Kraftstoffmenge wird durch Verdrehen der mit schrägen Steuerkanten versehenen Pumpenkolben eingestellt. Dabei ändert sich der Nutzhub der Pumpenkolben.

    Das Verdrehen der Pumpenkolben erfolgt mit Hilfe der Verzahnung oder andere geeignete Übertragungsteile. Die Regelstange ist über den Drehzahlregler und über ein Gestänge mit dem Gaspedal verbunden. Außer bei Einspritzpumpen mit pneumatischem Regler.

    Funktion der Einspritzung

    Füllen: Durch Steuerbohrungen im Pumpenzylinder gelangt der Dieselkraftstoff in den Druckraum der Einspritzpumpe. Dies geschieht durch Fallkraftstoff oder durch die Kraftstoffförderpumpe. Der Einspritzpumpenkolben befindet sich dabei in der untersten Stellung.

    Förderbeginn: Ein Nocken bewegt den Pumpenkolben nach oben. Dabei werden die Steuerbohrungen verschlossen. Nun wird der Kraftstoff über das Druckventil zur Einspritzdüse gefördert. Ist der Einspritzdruck erreicht, wird der Kraftstoff in den Verbrennungsraum eingespritzt.

    Förderende: Sobald der aufwärtsgehende Pumpenkolben mit seiner Schrägsteuerkante die Steuerbohrungen freigibt, wird der Kraftstoff über die Längs- und Ringnut des Kolbens in den Saugraum zurückgedrückt. Das Förderende, und damit die Fördermenge, richtet sich nach der Stellungder Steuerkante. Durch verdrehen des Pumpenkolbens mit der Regelstange wird die Fördermenge stufenlos verändert.

    Bei Nullförderung steht die Längsnut über der Steuerbohrung.

    foerderung

    Pumpenelemente

    Die Anzahl der Pumpenelemente entspricht bei den meisten Einspritzpumpen der Zylinderzahl des Motors. Ein Pumpenelement besteht aus einem Zylinder und einem genau eingepasstem Kolben.Aus diesem Grund darf immer nur ein komplettes Pumpenelement getauscht werden.

    Man muss auch darauf achten, dass die Kolben (bei mehrzylindrigen Motoren) nicht untereinander vertauscht werden.

    Der Kolben hat eine Längsnut und seitlich eine schraubenförmige Ausfräsung. Die entstehende Kante an der Kolbenwand wird als

    "Steuerkante" bezeichnet. In dem Zylinder befinden sich fast immer zwei gegenüberliegende Bohrungen (Zulauf- und Steuerbohrung) durch die der Kraftstoff aus dem Saugraum in den Druckraum gelangt und beim Absteuervorgang wieder zurückfließt. Auf den Abbildungen wird das Zusammenwirken von Kolben-Steuerkante und Steuerbohrung während eines Arbeitshubes dargestellt.

    In der untersten Kolbenstellung ist der Druckraum über dem Kolben mit Kraftstoff, der vom Saugraum her durch die Zyinder-Zulaufbohrung zugeflossen ist, gefüllt.

    Beim aufwärts gehen schließt der Kolben die Bohrung ab und drückt den Kraftstoff durch das Druckventil in die Druckleitung.

    Die Förderung hört auf, sobald die Steuerkante und die Steuerbohrung aufeinander treffen, denn ab diesem Zeitpunkt steht der Druckraum des Zylinders in Verbindung mit dem Saugraum (über Längs- und Ringnut).

    Der Kraftstoff wird also in den Saugraum zurückgedrückt.

    Durch verdrehen des Kolbens verändert sich der "Nutzhub", durch welchen sich die Einspritzmenge ergibt

    (Vollförderung- Teilförderung- Nullförderung siehe Bild).

    Förderbeginn

    Sehr wichtig für optimalem Lauf und höchste Leistung ist unter anderem der richtige Zeitpunkt des Förderbeginns (FB).

    Der FB ist ein Wert, welcher, je nach Hersteller, entweder in Kurbelgrad vor OT oder in Kolbenweg vor OT angegeben wird.

    Der Kraftstoff des Dieselmotors muss kurz vor OT eingespritzt werden, da die Kraftstoff-Teilchen sich nicht sofort entzünden sobald sie in den Verbrennungsraum gelangen. Sie müssen sich erst mit der im Brennraum befindlichen Luft mischen, um ein brennfähiges Kraftstoff-Luft-Gemisch zu bilden. In dieser Zeit dreht sich die Kurbelwelle weiter und steht dann auf Zünd-OT wenn das Gemisch zu brennen beginnt und der dadurch entstehende Verbrennungsdruck auf den Kolben wirkt. Es gibt mehrere Möglichkeiten, um den Zeitpunkt des Förderbeginns zu kontrollieren.

    Die korrekte Messung und Einstellung des Förderbeginns erkläre ich in einem anderen Artikel.

    elemente

  • Förderbeginn prüfen und einstellen

     

    Wie macht sich ein verstellter Förderbeginn bemerkbar?

    Ein verstellter Förderbeginn kann verschiedene Störungen verursachen:
    z.B.


    - verminderte Motorleistung,

    - starke Rauchentwicklung,

    - Startunwilligkeit,

    - Teillastnageln in unteren Drehzahlbereich

    Es sei angemerkt, daß sich der Förderbeginn an einem Dieselmotor nicht einfach so verstellt, da er über die Stellung der Einspritzpumpe zum Motor festgelegt ist.

    Die Diagnose "Falscher Förderbeginn" hat also i.d.R. keine Richtigkeit, wenn der Traktor plötzlich und unerwartet von jetzt auf gleich schlecht läuft.

    Der Förderbeginn kann sich aber im Laufe der Zeit dadurch verstellen, daß sich mit den

    Kilometern etwas abnutzt und der Förderbeginn dadurch vielleicht 1-2 Grad "nachgehen" kann. Der Förderbeginn muß aber in jedem Fall nach dem Austausch der Einspritzpumpe eingestellt werden.

    Methode aus dem Fachbuch

    Dies kann man sich selbst aus einer unbenutzen Einspritzleitung selbst herstellen. Man sägt sie etwa 10cm lang ab und biegt und feilt sie nach der Abbildung.

    tropfrohr

     Dann braucht man noch einen Hochbehälter mit Absperrhahn, denn die erste Methode funktioniert mit der Schwerkraft.

    Einen Hochbehälter kann man si ch aus einer leeren Infusionsfla sche mit Schlauch und Quetschrad aus dem Krankenhaus oder ein em alten

    Kraftstoffiltergehäuse selbst bauen. Der Flaschenstopfen muß mit Belüftung für die Flasche sein! Eine Wäscheklammer tut es als Schlauchverschluß auch.  

    Der Hochbehälter wird mit einer passenden Verschraubung an den Pumpenvorlauf von Filter aus kommend an die Einspritzpumpe ange schlossen.  

    Den mit gefiltertem Kraftstoff gefüllten Hochbehälter kann man irgendwo oberhalb der Einspritzpumpe aufhängen. Die Schlauchquetsche muß auf "zu" stehen.

    Dann schraubt man die erste Einspritzleitung und den Rohranschluß des ersten Zylinders ab, entfernt das Druckventil, schraubt den Rohranschluß wieder an und

    daran das selbstgebaute Tropfrohr. Unter dem Tropfrohr sollte eine Dose o.ä. als Auffangbehälter stehen.

    Jetzt kann das Überprüfen beginnen. Man dreht den Motor fast zwei Umdrehungen durch, bis die Skala an der Kurbelwelle etwa auf 40 vor OT steht.

    Dann öffnet man die Schlauchquetsche und es sollte Kraftstoff aus dem Rohr laufen. Dann dreht man den Motor langsam weiter,

    bis es gerade eben so aufhört zu tropfen. Für ca 15 Sekunden darf kein weiterer Tropfen fallen.

    Dann verdeckt der Pumpenstössel der Einspritzpumpe gerade so die Zulaufbohrung und der Druckhub würde beginnen.

     Wenn man zu weit gedreht hat, darf man keinesfalls zurückdrehen, sondern muß der Zulauf aus dem Hochbehälter geschlossen und

    der ganze Motor wieder zwei Kurbelwellenumdrehungen weitergedreht werden, und das Spiel beginnt von vorne.

    Wenn es gerade so aufhört zu tropfen, dann verschließt der Pumpenkolben in der E-Pumpe die Zulaufbohrung im

    Vorratsraum der EP und beginnt mit Druck zu fördern. Da der Kraftstoff inkompressibel ist, würde zur gleichen Zeit die Einspritzdüse öffnen und Kraftsstoff in die

    Vorkammer einspritzen. Das ist der Förderbeginn, man muß jetzt nur noch die Stellung in Grad vor OT an der Riemenscheibe vorne ablesen

    Blasmethode:

    Aus eigener Erfahrung mach ich die FB-Einstellung mit der Blasmethode, ist wesentlich genauer als mit Tropfrohr usw.
    Das  Druckventil in der Pumpe ausbauen (sitzt oben unter dem Sechskant),

    An die Zulaufleitung muß ein Schlauch montiert werden in den man pusten kann.

    Pumpe auf Vollast stellen. (Vollförderung)

    Die Leitung zu der Düse in ein Gefäß mit Diesel halten: dann pusten, wenn Blasen kommen langsam in Drehrichtung

    weiterdrehen bis es aufhört (die Blasen werden vorher weniger und kleiner), der Punkt wo keine Blase mehr kommt

    ist der Förderbeginn und der muß mit der Markierung auf der Schwungscheibe übereinstimmen.

    Das ganze macht man dann mit der anderen Pumpe.


    Nebeneffekt:

    wenn durchgehend Blasen kommen ist die Pumpe auf jeden Fall im

    Eimer und sollte überholt werden.

    Einstellung

    Die Einstellung der Pumpen erfolgt unter den Pumpen.

    Dort ist eine gekonterte Einstellschraube.

    Kontermutter lösen

    Schraube nach rechts drehen, wird das Einstellmaß größer

    Schraube nach links drehen, wird das Einstellmaß kleiner

    Kontermutter wieder festziehen und die Pumpe nochmal kontrl.

    so lange bis es passt.

    Wichtig bei beiden Methoden:

    Die Pumpe muss beim ersten Einbau eingestellt werden.

    Das heisst der auf Pumpe beschriebene Wert z.B. 3,2 +- 0,4  

    muss vorher eingestellt werden. Dazu braucht man ein Tiefenmaß,

    der Pumenstößel wird durch das öffnen der Kontermutter auf das oben

    angegebene Maß grundeingestellt.

Mein Buch| Schlepperelekrik

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